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Grapefruitkernextrakt – Dosierung, Einnahme & Anwendung

Grapefruitkernextrakt Dosierung

Seit Mitte der 1990er Jahre eine Schlagzeile einer großen deutschen Tageszeitung dem Grapefruitkernextrakt eine unerwartete Aufmerksamkeit bescherte, ist Grapefruitkernextrakt aus der Naturapotheke nicht mehr wegzudenken. Er gilt als natürliches Antiseptikum und Antibiotikum und wirkt hervorragend gegen verschiedene Pilze, Viren und Bakterien. Dosierung und Anwendung sind relativ einfach.

Allerdings gibt es natürlich einige Dinge zu beachten. Denn nur, wenn Grapefruitkernextrakt richtig dosiert und dem Zweck angemessen angewendet wird, kann er seine optimale Wirkung entfalten.

Die korrekte Einnahme/Anwendung von Grapefruitkernextrakt

Was die korrekte Einnahme von Grapefruitkernextrakt ist, hängt natürlich ganz davon ab, zu welchem Zweck er eingesetzt wird. Die typische Dosierung sieht vor, dass der mit Wasser verdünnte Extrakt dreimal täglich eingenommen wird. Keinesfalls darf der Grapefruitkernextrakt unverdünnt angewendet werden. Wie der Name „Extrakt“ bereits sagt, wird dieser aus den Kernen „extrahiert“ – und ist insofern immer ein Konzentrat. Wird das Konzentrat unverdünnt eingesetzt, kann dies zu starken Hautreizungen führen.

Wichtig ist darüber hinaus, dass sich Nutzer, die zuvor noch nie Grapefruitkernextrakt genutzt haben, sich langsam an die „normale Dosis“ langsam herantasten. Wieso aber ist das notwendig, wenn doch angeblich Grapefruitkernextrakt so gut wie keine Nebenwirkungen hat?

Dafür gibt es zwei Gründe.

Der erste ist denkbar einfach: Grapefruitkerne entstammen nun einmal einer Zitrusfrucht. Und es ist immer möglich, dass eine noch unbekannte Allergie gegen Zitrusfrüchte vorliegt. Durch das langsame Steigern der Dosis kann sichergestellt werden, dass im Falle einer Allergie die Nebenwirkungen nicht gar zu schlimm ausfallen. Treten keine Symptome auf, kann Grapefruitkernextrakt bedenkenlos angewendet werden.

Der zweite Grund betrifft insbesondere die Einnahme von Grapefruitkernextrakt bei Candida Albicans. Bei einer zu hohen Anfangsdosierung sterben diese Pilze sehr schnell ab. Das mag auf den ersten Blick zwar wünschenswert erscheinen. Doch dieses schnelle Absterben führt auch dazu, dass sich Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Benommenheit einstellen. Dieses Phänomen bezeichnet man auch als die so genannte „Herxheimer Reaktion“ – oft aber auch einfach als „Heilkrise“ (s.u. Abschnitt „Heilkrise – was ist das und was sollte man in dem Falle tun?“).

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Die richtige Dosierung – Wie viel Grapefruitkernextrakt kann täglich eingenommen werden?

Als Richtwert kann man sich merken: Die Höchstdosis liegt bei 1 Tropfen pro Kilogramm Körpergewicht. Konkret ausgedrückt heißt das, dass ein Erwachsener, der 57 kg wiegt, pro Tag 57 Tropfen Grapefruitkernextrakt zu sich nehmen darf.

Ist Grapefruitkernextrakt auch für Kinder geeignet?

Ja, auf jeden Fall. Allerdings sollte die Dosierung für Kinder – wie auch bei vielen anderen Präparaten – deutlich niedriger sein. Die maximale Tagesdosis für Grapefruitkernextrakt für Kinder liegt bei 1 Tropfen pro 10 kg Körpergewicht.

Korrekt dosiert kann Grapefruitkernextrakt auch bei Kindern wirkungsvoll eingesetzt werden. Es kann zum Beispiel bei Erkältungen in einem Nasenspray eingesetzt werden: Zudem hilft es als Mundspülung zur Desinfektion der Mundhöhle und Ergänzung zur Zahnpflege beim Kind.

Gerade zur äußeren Anwendung kann Grapefruitkernextrakt auch schon bei Babys eingesetzt werden. Gegen einen wunden Babypo etwa helfen zwei bis drei Tropfen in der Babycreme.

So sieht eine Kur mit Grapefruitkernextrakt aus

Eine Kur, bei der die Anwendung von Grapefruitkernextrakt oral, also durch die Einnahme, erfolgt normalerweise so lange, bis die Symptome abklingen. Je nachdem, ob es sich zum Beispiel um eine Candida-Infektion handelt oder um einen Schnupfen, kann dies von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen dauern.

Wie bereits erwähnt, sollte die Kur mit einer kleinen Dosierung von Grapefruitkernextrakt gestartet werden. Idealerweise liegt die Anfangsdosis bei 1 bis 3 Tropfen pro Tag, die wahlweise mit einem Glas Wasser oder mit Fruchtsaft eingenommen werden können. Die Einnahme mit stillem Wasser ist jedoch in jedem Fall magenfreundlicher.

Zunächst sollte angetestet werden, ob sich Nebenwirkungen oder Reizungen einstellen. Ist dies nicht der Fall, kann die Dosis Schritt für Schritt über mehrere Tage hinweg stetig erhöht werden. Am Ende sollte eine Dosis von 3 bis 15 Tropfen dreimal täglich erreicht sein.

Diese Dosis sollte dann für die restliche Dauer der Kur beibehalten werden.

Heilkrise – was ist das und was sollte man in dem Falle tun?

Eine Heilkrise, von der oben bereits kurz die Rede war, meint Krankheitssymptome, die sich im Zuge eines Heilungsprozesses verstärken oder sogar nach der Heilung nochmals erscheinen. Viele kennen dieses Phänomen unter dem Begriff der Erstverschlimmerung von der Einnahme homöopathischer Arzneimittel. Bei dieser Form der Erstverschlimmerung gehen die Symptome meist von alleine wieder weg.

Bei einer Therapie mit Grapefruitkernextrakt ist das Einnehmen einer reduzierten Menge an Tropfen in dem Falle jedoch sinnvoll. Auf welche Dosis reduziert werden soll, lässt sich pauschal nicht sagen. Sinnvoll ist es, auszutesten, was sich für den eigenen Körper noch verträglich anfühlt. Dann sollte entsprechend diese Dosis eingehalten werden.

Zudem sollte die Flüssigkeitszufuhr – das bedeutet: stilles Wasser – nachhaltig gesteigert werden. Dies beschleunigt die Ausleitung von abgestorbenen Pilzen, Bakterien und anderen Toxinen.

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Eine äußere Anwendung von Grapefruitkernextrakt ist auch möglich

Wie schon mehrfach kurz anklang, ist auch eine äußere Anwendung des Grapefruitkernextraktes möglich. Dies gilt insbesondere etwa für den Einsatz in der Hautpflege.

Grapefruitkernextrakt hat sich beispielsweise in der Heilung von Akne, im Einsatz gegen Schuppen oder auch Fußpilz bewährt. Grund für den Erfolg der Anwendung äußerlich ist natürlich auch hier die antibakterielle und antimikrobielle Wirkung des Extrakts aus den Grapefruitkernen.

Bei der äußeren Anwendung wird meist ein Trägerstoff genutzt. Beispielsweise werden im Einsatz gegen Schuppen etwa 5 Tropfen Grapefruitkernextrakt in eine Dosis Shampoo gemengt. Anschließend wird das Shampoo wie gewohnt aufs Haar aufgetragen und einmassiert.

Im Einsatz gegen Akne ist Wasser der Trägerstoff. Hände und betroffene Flächen werden angefeuchtet, anschließend werden 1-2 Tropfen mit den feuchten Händen auf das Gesicht oder die betroffenen Stellen aufgetragen und einmassiert. Nach einer kurzen Einwirkzeit werden die Stellen gut mit Wasser abgespült und angetrocknet.

Bei der Verwendung im Gesicht müssen die Augen unbedingt ausgespart werden. Sollte wider Erwarten doch mal etwas Grapefruitkernextrakt in die Augen kommen, müssen diese unbedingt sofort gründlich mit viel Wasser ausgespült werden.

Auch gegen Fuß- und Nagelpilz kann Grapefruitkernextrakt äußerlich angewendet werden. Dazu kann der Extrakt direkt oder in Verbindung mit einem Körperöl auf die Nägel aufgetragen werden. Das Mischverhältnis zwischen Körperöl und Extrakt sollte 1:1 betragen.

Fazit: Grapefruitkernextrakt in der täglichen Anwendung

Grapefruitkernextrakt kann vielseitig angewendet werden und zwar vor allem dank seiner antimikrobiellen und antibiotischen Wirkung. Die Dosierung ist abhängig vom jeweiligen Einsatzgebiet, generell sollte die Dosierung aber langsam ausgetestet und auf die übliche Dosis angehoben werden. In jedem Fall gilt, dass Grapefruitkernextrakt ein Naturprodukt ist – sollten die Beschwerden nicht abklingen, ist auf jeden Fall ein Arzt aufzusuchen.

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