i Grapefruitkernextrakt Ratgeber

Die Nebenwirkungen/Wechselwirkungen von Grapefruitkernextrakt (mit der Pille, in der Schwangerschaft etc.)

Grapefruitkernextrakt Nebenwirkungen

Die Einnahme oder äußere Anwendung Grapefruitkernextrakt hat auf den Menschen viele positive Wirkungen. Allerdings: Wer Medikamente einnimmt, sollte vorher schauen, ob es mit Grapefruitkernextrakt keine Wechselwirkungen gibt. Denn auch bei Nahrungsmitteln und pflanzlichen Stoffen zur Gesundheitsförderung kann es zu solchen Effekten kommen.

Mögliche Nebenwirkungen des Grapefruitkernextrakts

Grapefruitkernextrakt, das ist natürlich klar, wird aus der Grapefruit gewonnen – und die Grapefruit ist eine Zitrusfrucht. Gerade bei Zitrusfrüchten kommt es häufiger zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln.

Dies gilt in verstärktem Maße für die Grapefruit. In ihr ist in sehr hoher Konzentration der Bitterstoff Naringin enthalten. Darum schmeckt die Grapefruit im Vergleich zu anderen Zitrusfrüchten auch so charakteristisch bitter.

Das Naringin wird aufgespalten und im Magen in Naringenin umgewandelt, ein Flavenoid. Als Flavenoid hat Naringenin eine hemmende Wirkung auf die abbauenden Enzyme und beeinflusst so die Wirkung bestimmter Arzneimittel, unter anderem der Pille.

Nebenwirkungen für Zitrusallergiker

Wer das Unglück hat, an einer Zitrusfruchtallergie zu leiden, wird in aller Regel auch auf Grapefruitkernextrakt allergisch reagieren. In dem Falle darf Grapefruitkernextrakt auf keinen Fall eingenommen werden. Die Symptome dieser Allergie sind recht vielfältig.

Als Kontaktallergie zeigt sich die Reaktion oft im Mundraum. Beispielsweise sind oft Jucken im Mund- und Rachenraum oder Pusteln auf der Zunge zu beobachten. Es kann auch zu Entzündungen der Mund- und Zungenschleimhaut kommen. Auch Schwellungen an Zunge und Lippen und ein irgendwie „pelziges“ Gefühl im Mund sind keine Seltenheit.

Teilweise zeigt sich die Reaktion jedoch auch in Form von Hautausschlägen – beispielsweise Rötungen im Gesicht, an Händen oder Armen. Im schlimmsten Fall droht gar ein anaphylaktischer Schock. Wer solche Symptome bei der Einnahme bemerkt oder von Zitrusfrüchten her kennt, darf im Normalfall kein Grapefruitkernextrakt mehr einnehmen.

Wer solche Reaktionen bei Zitrusfrüchten bemerkt, aber trotzdem nicht auf Grapefruitkernextrakt verzichten will, kann einen Allergologen aufsuchen. Dieser kann feststellen, ob tatsächlich eine Allergie gegen die Zitrusfrucht oder gegen einen Konservierungsstoff vorliegt. Sie werden oft im konventionellen Landbau auf die Oberfläche der Früchte gespritzt. Ist die Allergie auf diese Konservierungsstoffe zurückzuführen und nicht auf die Frucht selbst, ist die Einnahme von Grapefruitkernextrakt meist unbedenklich.

Gibt es Wechselwirkungen mit der Pille?

Grapefruitkernextrakt und Pille – kann diese Kombination funktionieren? Die Antwort lautet: Nein. Zwar beeinflusst die gleichzeitige Einnahme der Antibabypille und des Extraktes aus den Kernen der Grapefruit nicht die verhütende Wirkung der Antibabypille. Aber da die abbauenden Enzyme gehemmt werden, verstärkt sich – laienhaft gesprochen – die Wirkung. Das ist jedenfalls insofern der Fall, als die Nebenwirkungen der Antibabypille deutlich heftiger ausfallen können.

Das kann harmlose Nebenwirkungen wie das Auftreten von Brustspannen betreffen. Doch auch die Gefahr von Thrombosen kann zunehmen – und ob nicht auch langfristig das Krebsrisiko bei der Einnahme der Pille in Kombination mit Grapefruitkernextrakt gesteigert wird, ist noch nicht endgültig geklärt. Da eine generelle Steigerung der Intensität von Nebenwirkungen in der Kombination aus Antibabypille und Grapefruitkernextrakt beobachtet wird, ist dies zumindest nicht ausgeschlossen.

Daher sollten alle, die die Pille einnehmen, auf die Einnahme von Grapefruitkernextrakt verzichten, da Wechselwirkungen zu erwarten sind. Übrigens gilt das natürlich nicht nur für den Kernextrakt. Generell sollte auf den Verzehr von Grapefruits, Grapefruitsaft und allen Produkten, die Grapefruit und ihre Bestandteile enthalten, verzichtet werden.

Wechselwirkungen mit weiteren Medikamenten

Wechselwirkungen zwischen Grapefruit und anderen Medikamenten sind diverse bekannt. Sie alle beruhen auf derselben Wirkung des Naringenin, die im vorherigen Abschnitt dargestellt wurde.

Diese Wirkungen mit den Medikamenten können teilweise heftig ausfallen, schädlich sein und sogar lebensgefährlich. Das gilt vor allem dann, wenn Patienten Lipidsenker, beispielsweise Simvastatin oder Atorvastatin, oder Herzmittel wie Nifedipin (Blutdrucksenker) einnehmen. Auch diese Arzneimittel werden in Kombination mit Grapefruitkernextrakt verstärkt.

Wer eines dieser Arzneimittel oder ein ähnliches Medikament einnehmen, darf Grapefruitkernextrakt nicht einnehmen – diese Wirkungen der Medikamente in Kombination mit Grapefruitkernextrakt sind in diesen Fällen ein unkalkulierbares Gesundheitsrisiko. Im Zweifelsfall sollte auf jeden Fall vor der Einnahme von Grapefruitkernextrakt ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Kann Grapefruitkernextrakt in der Schwangerschaft eingenommen werden?

Im Prinzip ist eine Einnahme von Grapefruitkernextrakt in der Schwangerschaft bedenkenlos möglich. Es genügt, darauf zu achten, dass der Grapefruitkernextrakt frei von Zusätzen ist – also ein echtes Naturprodukt. Da es als solches für den Menschen generell unschädlich ist, besteht auch keine Gefahr für Mutter und Kind.

Gleichwohl gilt: Auf sehr hohe Dosierungen sollte verzichtet werden. Das liegt jedoch nicht daran, dass der Extrakt aus den Kernen der Grapefruit in dem Fall gesundheitsschädigend ist, sondern vielmehr daran, dass hohen Dosen von Grapefruitkernextrakt eine Heilkrise auslösen können.

Dabei kommt es zu unangenehmen Gefühlen wie Mattigkeit oder Kopfschmerz. Das liegt an dem plötzlichen Absterben von Bakterien oder Pilzen – zum Beispiel bei einer Candida-Kur. Die Giftstoffe müssen dann schnell aus dem Körper abtransportiert werden. In diesem Prozess kommt es dann häufig zu diesen etwas unangenehmen Nebenwirkungen.

Grundsätzlich ist eine Heilkrise nichts Schlimmes. Allerdings sollte man nach Möglichkeit den Körper während der Schwangerschaft nicht unnötig belasten. Daher sind sanfte Kuren mit niedrigen Dosierungen oder der Einsatz bei Erkältungen, Durchfall oder Ähnlichem durchaus in Ordnung, auf „radikalere“ Entgiftungskuren sollte aber besser verzichtet werden.

Ganz und gar auf Grapefruitkernextrakt verzichten sollten Schwangere, die weitere Arzneimittel einnehmen. Er enthält, wie auch die ganze Grapefruit, einen Stoff, der zur Verstärkung der Wirkung eines Medikaments führen kann. Diese Wechselwirkungen gelten vor allem für Blutdrucksenker und generell Arzneimittel gegen Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System. Auch wer Lipidsenker einnimmt, muss generell verzichten. Dies gilt natürlich dann auch insbesondere in der Schwangerschaft. Im Zweifelsfall sollte hierzu ein Arzt befragt werden.

Grapefruitkernextrakt einnehmen und gleichzeitig stillen – schädlich fürs Baby?

Beim Stillen können über die Muttermilch natürlich auch Bestandteile dessen, was die Mutter zu sich nimmt, in den Körper des Kindes gelangen. Generell gilt: Auch bei Kindern und Babys kann Grapefruitkernextrakt angewendet werden. Die Dosis sollte jedoch für Kleinkinder eben erheblich niedriger sein.

Von daher ist erst einmal grundsätzlich nichts zu befürchten, wenn Grapefruitkernextrakt in der Stillzeit eingenommen wird. Damit die Behandlung für das Kind nicht schädlich ist, sollten allerdings die Dosen bei Müttern, die stillen, sehr niedrig sein – wie auch schon für die Zeit der Schwangerschaft beschrieben.

Zudem muss – auch das gilt gleichermaßen, wenn man schwanger ist, und ist auch generell einfach zu empfehlen – der Grapefruitkernextrakt biologisch und frei von Zusätzen wie Benzethoniumchlorid sein. So ist sichergestellt, dass keine Gifte in den Körper der Mutter und des Kindes gelangen.

Es ist jedoch durchaus angeraten, vor der Einnahme von Grapefruitkernextrakt einen Arzt oder Heilpraktiker zu fragen. Dies gilt insbesondere dann, wenn eine länger andauernde Therapie gegen Pilze angedacht ist, für die auch höhere Dosen erforderlich sind. Eine vorherige Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ist da während der Stillzeit unbedingt vonnöten.

Kann Grapefruitkernextrakt als Nebenwirkung Kopfschmerzen verursachen?

Ja, Kopfschmerzen können als Nebenwirkung von Grapefruitkernextrakt auftreten. In aller Regel ist dieses Symptom ein Anzeichen dafür, dass der Körper eine Heilkrise durchläuft (s. Abschnitt weiter oben).

In diesem Fall sollte einfach die Dosis etwas reduziert werden, bis die Kopfschmerzen abklingen. Diese Dosierung sollte dann bis zum Ende der Behandlung beibehalten werden.

Fazit: Für den gesunden Menschen bedenklich, im Gegenteil!

Insgesamt in Grapefruitkernextrakt ein für den Menschen unbedenklicher Stoff – vorausgesetzt, es wird ohne Zusätze hergestellt und in der richtigen Konzentration und Dosis eingenommen.

Dann kann es antibiotisch und antimikrobiell eingesetzt werden, ohne Schäden im Körper zu verursachen. Es ist dabei erwiesenermaßen genauso wirksam wie viele Antibiotika.

Im Vergleich zu diesen hat Grapefruitkernextrakt verhältnismäßig wenig Nebenwirkungen. Nur die problematische Anwendung in Kombination mit vielen Arzneimitteln sind zu beachten. Zudem kann eine Heilkrise auftreten, die aber keine Nebenwirkung im eigentlichen Sinne ist, und auch für sich genommen nichts Schlimmes. Sie zeigt nur an, dass der Grapefruitkernextrakt wirkt.

Von daher ist die Nutzung von Grapefruitkernextrakt in jedem Fall empfehlenswert für Menschen, die auf der Suche nach natürlichen Alternativen zu Antibiotika sind.

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